Zum Inhalt springen
  • Von: André Sept
  • ijug Javaland Java
  • 31.01.2020

JavaLand Thementag: Microservices hautnah erleben

Mit dem erstmals stattfindenden Thementag zieht auf der JavaLand 2020 ein neues Format ein. 

Vier Organisationen berichten am Donnerstag, den 19. März über ihre bisherigen Erfahrungen mit Microservices und zeigen den Besuchern, welche Höhen und Tiefen sie bei der Implementierung erlebt haben. Am Vormittag stellt jede Firma ihr Projekt praxisnah vor. Dabei spielen nicht nur die technischen Aspekte eine Rolle, gerade die Wandlung der Organisation wird von allen vier Firmen als größte Herausforderung gesehen.

REWE digital entschied sich 2014 dazu, ihre monolithische Shop-Applikation in eine Microservices-Architektur zu überführen. Fünf Jahre später bereut dies niemand – im Gegenteil: Die Entwickler genießen ihre Autonomie, Product Owner die schnellen Entwicklungszyklen und die Geschäftsführung die transparente Planbarkeit neuer Features. Eine wichtige Erkenntnis dabei: Microservices sind keine rein technische Lösung, sondern vor allem auch eine organisatorische. Es wird exemplarisch gezeigt, wie eine Migration zu Microservices gelingen kann, worauf dabei zu achten ist und welche Vorteile zu erwarten sind.

Die Deutsche Bahn renoviert ihre Vertriebsplattform für den Personenverkehr. Also die IT-Landschaft, mit der die Kunden Zugverbindungen abfragen und Tickets erwerben können. Eine Großbaustelle mit über 300 Projektbeteiligten und dem Vorhaben, eine der umsatzstärksten E-Commerce-Plattformen Deutschlands zu modernisieren. Es werden grundlegenden Architekturkonzepte und Entscheidungskriterien für die neue Plattform dargestellt; etwa warum keine Microservices-Architektur vorgegeben wurde (aber trotzdem viele Microservices entstanden sind) oder wie SOA eingesetzt wird (ohne einen ESB einzusetzen). Technisch detaillierter wird die Ausgestaltung einer der Domänen gezeigt. Neben Architekturprinzipien und Auswahl der Technologie wird auch auf organisatorische Herausforderungen im Hinblick auf Architektur und Technik eingegangen.

Bereits seit 2011 wird otto.de als verteiltes System von Self-contained Systems und Microservices entwickelt. Mittlerweile besteht das System aus rund 200 lose gekoppelten Microservices, die von 27 Teams verantwortet und kontinuierlich (circa 100 Mal pro Tag) deployed werden. Die Beteiligten zeigen die Reise von eher monolithischen Anwendungen hin zum Otto-Shop im Jahre 2020.

Die Bundesagentur für Arbeit hat im Jahr 2015, im Zuge eines Relaunches des Internetangebots, grundlegende Veränderungen bezüglich Organisation, Prozessen, Architektur und Technik in Gang gesetzt. Die Entwicklung hin zu einer Microservices-artigen Architektur war hierbei mehr logische Folge dieses Veränderungsprozesses als Auslöser. Das Zusammenspiel von Organisation, Prozessen und Architektur wird näher beleuchtet. Neben den Vorteilen werden auch wesentliche Herausforderungen wie Integration und Betrieb dargestellt.

Am Nachmittag wird die Thematik in acht parallel stattfindenden Deep Dive Sessions noch weiter vertieft. Dies ermöglicht den Teilnehmern, die ganze Bandbreite der aktuellen Microservices-Themen zu erleben. Zum Abschluss stehen alle Experten den Teilnehmern in einer Panel-Diskussion für Fragen zur Verfügung. Mit diesem speziellen Thementag wollen wir das Programm der JavaLand bunter gestalten. Das Ziel ist es, den Teilnehmern das geballte Praxiswissen der Anwender mitzugeben. Und eben auch die Möglichkeit, die Berge und Täler, die mit dem Microservices-Ansatz einhergehen, näher zu erforschen.

Referenzen: