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  • ijug
  • 14.05.2018

iJUG nennt Probleme beim Umstieg auf Java 9 und höher

Bei Java geht es jetzt Schlag auf Schlag. Bereits sechs Monate nach Veröffentlichung von Java 9 ist bereits das Release 10 herausgekommen. Die Migration auf diese neuen Versionen kann mit Schwierigkeiten verbunden sein.

Bei Java geht es jetzt Schlag auf Schlag. Bereits sechs Monate nach Veröffentlichung von Java 9 ist bereits das Release 10 herausgekommen. Die Migration auf diese neuen Versionen kann mit Schwierigkeiten verbunden sein.

„Write Once Run Anywere“ lautet der Grundsatz der Programmiersprache Java. Ein Programm ist also auf allen Plattformen ohne Einschränkung ablauffähig und alte Programme laufen in der Regel auch mit neueren Java-Versionen. Dieses wichtige Prinzip wurde bei Java 9 und höher vernachlässigt.

Vorteil der neuen Versionen ab Java 9 ist die Möglichkeit zur Modularisierung. Wer diese Eigenschaften nutzen möchte, braucht allerdings entsprechend modularisierte Bibliotheken. So wird beispielsweise Java Architecture for XML Binding (JAXB), eine Programmschnittstelle in Java, um Daten aus einer XML-Schema-Instanz heraus automatisch an Java-Klassen zu binden, von Java 9 blockiert und muss entweder extra per Kommandozeile freigeschaltet oder besser noch durch ein externes Modul ersetzt werden, da es schon ab Java 11 definitiv nicht mehr im JDK enthalten sein wird.

Bisher mussten Tool-Hersteller nicht viel unternehmen, wenn ein neues Java-Release herauskam. Das ist nun beim Umstieg auf das modularisierte Java anders. Deshalb sind sie aufgefordert, mit künftigen Java-Versionen klarzukommen. Oracle bietet keine verbindliche Liste, damit ein Entwickler die fehlenden Module ersetzen kann. Der iJUG hat sich deshalb vorgenommen, eine entsprechende Liste zu erstellen, damit die Entwickler nicht auf sich alleine gestellt sind.