Mitglied im iJUG werden

Vor dem Hintergrund der Sun-Übernahme durch Oracle haben sich Ende des Jahres 2009 sechs Java-Usergroups und die DOAG Deutsche ORACLE Anwendergruppe e. V. zum Interessenverbund der Java User Groups e.V. (iJUG) zusammengeschlossen. Mittlerweile sind bereits 22 Usergroups aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Mitglied im iJUG.

Laut Vereinssatzung ist das Ziel des iJUG die umfassende Vertretung der Interessen der Java-Anwendergruppen sowie der Java-Anwender im deutschsprachigen Raum, insbesondere gegenüber Herstellern, Vertriebsunternehmen sowie der Öffentlichkeit. Dabei bleiben die einzelnen Mitglieder eigenständig. Der iJUG unterstützt bei einer gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit und fördert den Informations- und Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedern und mit etablierten Produktherstellern im Java-Umfeld sowie die Netzwerkbildung.

Der iJUG verfolgt als eingetragener Verein keine wirtschaftlichen Interessen. Allerdings ist nicht jeder einzelne dabei Mitglied im iJUG sondern nur seine regionale Java User Group (JUG) beziehungsweise seit Neuestem auch freie Anwendergruppen.


Die Leistungen des iJUG
Mit den aktuell organisierten Mitgliedern im deutschsprachigen Raum vertritt der iJUG mehr als 20.000 aktive Java-Entwickler und -Anwender. Der iJUG fasst seine Beschlüsse in seinen Mitgliederversammlungen und der Vorstand organisiert diese. Da nicht jeder einzelne davon persönlich an den Mitgliederversammlungen teilnehmen kann, werden von den Mitgliedern bis zu drei Repräsentanten zu den Mitgliederversammlungen entsandt. Diese finden jährlich statt und beraten über gemeinsame Tagesordnungspunkte. Unterjährig findet die Zusammenarbeit zwischen den Repräsentanten mehrheitlich über Online-Medien statt. Ergänzend zu der jährlichen, ordentlichen Mitgliederversammlung gibt es jährlich mindestens zwei außerordentliche Mitgliederversammlungen. Diese ergänzen die unterjährigen Abstimmungen bedarfsorientiert.

Das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit zeigt sich an vielen Stellen. Am auffälligsten ist die vom iJUG herausgegebene Zeitschrift Java aktuell. Mit einer Auflage von 16.000 Exemplaren ist die Java aktuell im deutschsprachigen Markt die Nummer zwei unter den Java-Magazine und liegt dem Markführer dicht auf den Fersen. Inhaltlich richtet  sich das Magazin an Java-Entwickler. Dabei werden sowohl Einsteiger als auch erfahrene Anwender durch eine geeignete Mischung angesprochen. Neben Fachartikeln sind auch Berichte über die Ereignisse in der Java-Community enthalten. Damit bietet der iJUG seinen Mitgliedern eine eigenständige Publikations-Plattform mit großer Reichweite. Neue Themen und Artikel werden von Vereinsmitgliedern vorgeschlagen und entsprechend aufbereitet. Auch angehende Autoren finden in dem Redaktionsteam immer kompetente Ansprechpartner für ihre Fragen. Neben der Verteilung an die Mitglieder findet man die Java aktuell auch an ausgewählten Kiosken sowie im Zeitschriftenhandel. Ergänzend dazu erscheint ein monatlicher E-Mail-Newsletter. Er bringt Neuigkeiten redaktionell aufbereitet zu unseren Mitgliedern und kann auch von Nicht-Mitgliedern abonniert werden.

Zu aktuellen Java-Themen bildet sich oft mitgliederübergreifend eine starke Meinung. Diese wird zentral zusammengefasst und öffentlichkeitswirksam in Form von Pressemeldungen herausgegeben. Diese adressieren Probleme und Wünsche der Anwender direkter und offener, als es einzelne Anwendergruppen könnten. Allein die Menge der im iJUG organisierten Java-Entwickler verleiht diesen gemeinsamen Meldungen ein starkes Gewicht.
Auch zu Oracle unterhält der iJUG regelmäßigen Kontakt. So sichern sich die Mitglieder Informationen aus erster Hand und viele Anfragen können schnell, unkompliziert und unbürokratisch an die richtigen Ansprechpartner gebracht werden. Zudem unterstützt der iJUG die aktive Arbeit im Java Community Process (JCP). Mitglieder sind automatisch JCP-Mitglied unter dem gemeinsamen Dach und müssen keine separaten Verträge mit Oracle schließen. Organisierte Mitglieder müssen sich nur auf jcp.org registrieren und dem iJUG zuordnen und sind dann vollwertiges JCP-Mitglied.

Natürlich bietet der iJUG auch eine optimale Plattform, um gemeinschaftliche Aktivitäten zu koordinieren. Wenn für JUG-Events bestimmte Themen besetzt werden sollen, sind schnell helfende Hände gefunden. Die Erfahrungen der einzelnen Mitglieder können auch schnell und effektiv angefragt und eingesetzt werden. Der iJUG ist eine Gemeinschaft und das gemeinsame Interesse an Java  als  Sprache und als Plattform eint die in ihm organisierten Mitglieder.

Die Mitgliedschaft im iJUG
Wer auf den Geschmack gekommen ist, ist herzlich gerne aufgerufen, Mitglied im iJUG zu werden. Voraussetzung dafür ist, dass man selbst Mitglied in einer JUG oder Anwendergruppe in Deutschland ist. Am schnellsten entscheidet man sich für den iJUG, wenn man sich in einer der schon heute aktiven zwölf JUGs anmeldet. Sofern eine lokale Java User Group noch nicht Mitglied im iJUG ist, nimmt der iJUG diese gerne als neues Mitglied auf. Noch immer gibt es Gruppen im deutschsprachigen Raum, die nicht angeschlossen sind. Der iJUG unterscheidet zwei verschiedene Formen der Mitgliedschaft. Bereits seit längerem gibt es die Vollmitgliedschaft. Sie kann von vereinsmäßig organisierten JUGs (also jedem eingetragenen Verein (e.V.), der sich mit Java beschäftigt) erlangt werden. Neu ist die Gruppenmitgliedschaft. Java-Anwendergruppen, die nicht als Verein eingetragen sind, können die Gruppenmitgliedschaft beantragen und erlangen unter dem Dach des iJUG als eigenständige Gruppe den schützenden Vorteil eines eingetragenen Vereins. Die Gruppe bleibt innerhalb des iJUG weitgehend autark und eigenständig. Um eine Gruppenmitgliedschaft beantragen zu können, muss die Gruppe aus mindestens drei natürlichen Personen bestehen.

Die Mitgliedschaft im iJUG kostet kaum Geld. Vollmitglieder (wie eine gesamte Usergroup) zahlen 60 Euro jährlich und erhalten dafür zehn Jahres-Abonnements der Java aktuell. Weitere Abonnements zu 10 Euro pro Jahr sind jederzeit möglich. Gruppenmitglieder bekommen ein Jahres-Abonnement der Java aktuell und bezahlen einen Jahresbeitrag von 10 Euro pro Gruppenmitglied.

 „Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele.“

Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888), Gründer der Raiffeisengenossenschaften, deutscher Agrarpolitiker